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Die Gottesmutter Maria soll der Überlieferung nach zusammen mit
dem Evangelisten Johannes hierher gekommen sein und im "Marienhaus",
in einer wunderschönen Waldlandschaft gelegen, bis zu ihrem Tode
gelebt haben. Das Marienhaus, vermutlicher Sterbeort Marias, dessen
Grundmauern aus dem 1. Jh. n. Chr. stammen sollen, liegt 7 km
südwestlich von Selçuk und ist eine Wallfahrtsstätte für Muslime und
Christen.
Der heilige Ort liegt auf dem Aladag (Solmissos) und wird täglich
von Tausenden von Menschen besucht.
Auch der Papst hat diesen Platz als Heiligen Ort anerkannt.
Christen wundern sich vielleicht darüber, daß an diesem
Wallfahrtsort auch Muslime beten. Dies ist so zu erklären:
In der islamischen Welt spricht man von Maria mit Liebe und
Verehrung. Die neunzehnte Sure des Koran trägt den Namen „Meryem“.
Viele Koranverse sprechen von ihr und von ihrem Sohn Jesus.
Der Koran spricht auch davon, daß Maria ihre Keuschheit bewahrte und
daß sie von Gott ein „Wort“ empfing. Dadurch, daß Jesus vaterlos von
Maria geboren wurde, hat Gott ein Zeichen seiner Allmacht gesetzt.
Maria war eine auserwählte Mutter, rein und über alle Frauen
erhaben, gläubig, gehorsam und tugendhaft.
Mutter Maria verlängerte angeblich ihre letzten Lebensjahre (30-35
n.Chr.), indem sie das heilende Wasser des Brunnens trank. Es wird
von vielen Wundern dieses Wassers und der Asche des Herdes der
Mutter Maria berichtet. Das Wasser dieses Brunnens brachte vielen
Kranken Heilung. |
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